the art of innovation Zukunft Europa:
Liberalisierung der Ausbildungsmärkte
Aktuelle Entwicklungen und Prognosen
"Durch die zunehmend wissensintensiven Ökonomien und demographischen
Entwicklungen wächst die weltweite Nachfrage nach Hochschulbildung. Zahlreiche
Länder, insbesondere Schwellen- und Entwicklungsländer, können diese
Nachfrage weder quantitativ noch qualitativ befriedigen.
Im Jahr 2001 waren
weltweit etwa 1,65 Mio. Studierende an einer Hochschule außerhalb ihres Heimatlandes
eingeschrieben (DAAD und HIS 2004, S. 6),
2002 waren es nach
Statistiken der OECD bereits 1,9 Mio., was einer Steigerung von etwa 15 Prozent
gegenüber dem Vorjahr entspricht (OECD 2004a, S. 18). In den OECD-Ländern
hat es seit 1998 eine Steigerung von 34 Prozent in der absoluten Zahl ausländischer
Studierender gegeben (OECD 2004a, S. 296).
Die transnationale Mobilität
von Studierenden und Studieninteressierten, die eine qualitativ hochwertige
Hochschulausbildung anstreben, wird jüngeren Studien zufolge auch weiter steigen.
Eine Prognose der australischen Agentur idp-Australia sagt für das Jahr
2025 voraus, dass etwa 7,2 Mio. Studierende entweder im Ausland studieren
oder einen ausländischen Abschluss in ihrem Heimatland erwerben werden (vgl.
Böhm u. a. 2002 und Schaubild 1).
Etwa die Hälfte der Nachfrager internationaler
Hochschulbildung werden diese voraussichtlich als nicht-mobile Studierende
in ihrem Heimatland absolvieren.
Etwa zwei Drittel der weltweiten Nachfrage nach internationaler Hochschulbildung
wird aus lediglich zehn Ländern erwartet (vgl. Schaubild 2).
Die größte
Nachfrage wird der australischen Studie zufolge im Jahr 2025 aus Asien, aber
auch aus Nordafrika und dem Vorderen Orient kommen.
Als wichtigste Nachfrageländer
werden in absteigender Rangfolge genannt:
China, Indien, Malaysia,
Korea, Türkei, Marokko, Vietnam, Griechenland, Iran und Indonesien....
Paradigmenwechsel
Die Internationalisierungsdebatte beginnt sich jedoch zu wandeln (vgl. Teichler
2004). Mit Beginn der zweiten Verhandlungsrunde zum GATS scheint sich in
Deutschland ein Paradigmenwechsel anzubahnen. Durch die Zugeständnisse der
EU bei der Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der privaten Hochschulbildung
in der ersten Verhandlungsrunde wurden Fakten geschaffen, denen die
„Scientific Community“ zunächst sehr kritisch gegenüber stand. Es ist jedoch
erklärter Wille der Politik – und dies findet auch in den Hochschulen zunehmend
Akzeptanz -, dass die deutschen Hochschulen fortan im Geschäft mit dem internationalen
Handel von Hochschulbildung erfolgreich mitmischen....
In einzelnen Aspekten hat sich der Paradigmenwechsel bereits teilweise vollzogen (von der Betonung Prinzips
des Austauschs zum „Import“ von Studierenden und „Export“ von Studienangeboten,
vom gegenseitigen akademischen Nutzen zur Betonung des nationalen
Mehrwerts, vom Austausch von Wissen und Wissensgenerierung zum Wissenstransfer).
Zumindest was Europa und seine politischen und wirtschaftlichen Partner betrifft,
existiert derzeit noch ein relativ harmonisches Nebeneinander von Internationalisierung,
Europäisierung und Globalisierung der Hochschulen. Dies
sich ändern, wenn einige Hochschulen oder Länder aus der noch kooperativen
„Scientific Community“ ausbrechen, große „Marktanteile“ gewinnen und
Spielregeln diktieren. Dies mag sich auch ändern, wenn ganze, ökonomisch
scheinbar uninteressante Regionen von der Kooperations-Agenda verschwinden
und es zu einer „globalisation apartheid“ kommt (Moja 2003). Dies könnte
eine geopolitische Destabilisierung münden und somit einen ungewollten Nebeneffekt
der Konzepterweiterung darstellen.
Die Selbstregulierungskräfte des Hochschulsektors und die akademische Kultur
der Hochschul- und Wissenschaftsnetzwerke zur Kooperation im Sinne
allseitigen Nutzens könnten dazu beitragen, eine Balance zwischen den divergierenden
Trends auf dem globalen Bildungsmarkt aufrecht zu erhalten."
Quelle:
[8] Uni Kaiserslautern
Veränderungen im Bildungsbereich: Hochschule, Schule, Weiterbildung, Lehre und Lernen
- "Individualisierung von Lehren und Lernen: Für den individuellen Bildungsweg wird Eigenverantwortung vorausgesetzt. Dafür ist ein hoher Informationsstand über Bildungsziele und -angebote notwendig.
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Lebenslanges Lernen: Das Berufsleben von morgen wird 40 bis 50 Jahre dauern. Eine stete Weiterbildung ist für das Halten bzw. Anstreben einer beruflichen Position unabdingbar. Veränderung der Lebenswelten/Neue Pädagogik: Vor allem technische Entwicklungen beschleunigen auch die Halbwertszeit von Wissen. eLearning wird in Zukunft die heutige Lern- und Bildungsdynamik vorantreiben, beziehungsweise maßgeblich beschleunigen.
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Lernzeitverteilung und Zeitfenster für berufliche Weiterbildung: Der Lernende bestimmt Zeitfenster, Organisation und Ablauf der Bildungsveranstaltung zunehmend selbst. Neue Technologien ermöglichen ein zeit- und raumunabhängiges Lernen – am Arbeitsplatz und auch zu Hause."
Quelle:
[9] WIFI
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