Ausbildungsmarkt

Zukunft Europa - Ausbildungsmarkt - Ausbildung Export und Import

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Liberalisierung der Strommärkte

Themen:
Handel mit Strom
führt zu neuen Produkten & Handelspartnern

Steigerung der Komplexität

Trading Floors

Simulationsmodell der Forschernachwuchsgruppe SPEED

oligopolistische Marktstruktur


Liberalisierung der TK-Märkte

Themen:
Next Generation Networks
Umstieg dauert bis 2020 an

Neue Netzstruktur

NGN-Netze

Voice-over-IP-Telefonie

All-IP-Netz

IPTV Internetfernsehen


Liberalisierung der Arbeitsmärkte

Themen:
Dienstleistungsrichtlinie
Lissabon-Strategie: Mehr Beschäftigung durch "Flexicurity" (Flexibilität und Sicherheit)

„Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation“ (CIP) )

„Lissabon-Programm der Gemeinschaft“ (LPG)

„Nationale Reformprogramme“ (NRP)

Europäisches Technologieinstitut

one-stop shop

Klimaschutz


Liberalisierung der Bildungsmärkte

Themen:
Handel mit Hochschulbildung
„Import“ von Studierenden(Flexibilität und Sicherheit)
„Export“ von Studienangeboten

transnationale Mobilität

internationale Hochschulbildung

Scientific Community

Wissenstransfer

Globalisierung der Hochschulen

„globalisation apartheid“

Individualisierung von Lehren und Lernen

Lebenslanges Lernen

Lernzeitverteilung und Weiterbildung

eLearning


Wertewandel Europa

Themen:
Selbstständigkeit und Mobilität

Europäische Werte und Identität

Multikulturelle Vereinigung

Wertewandel und Wissensökonomie

                                                                           the art of innovation




Zukunft Europa:

Liberalisierung der Ausbildungsmärkte


Aktuelle Entwicklungen und Prognosen
"Durch die zunehmend wissensintensiven Ökonomien und demographischen Entwicklungen wächst die weltweite Nachfrage nach Hochschulbildung. Zahlreiche Länder, insbesondere Schwellen- und Entwicklungsländer, können diese Nachfrage weder quantitativ noch qualitativ befriedigen.

Im Jahr 2001 waren weltweit etwa 1,65 Mio. Studierende an einer Hochschule außerhalb ihres Heimatlandes eingeschrieben (DAAD und HIS 2004, S. 6),

2002 waren es nach Statistiken der OECD bereits 1,9 Mio., was einer Steigerung von etwa 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (OECD 2004a, S. 18). In den OECD-Ländern hat es seit 1998 eine Steigerung von 34 Prozent in der absoluten Zahl ausländischer Studierender gegeben (OECD 2004a, S. 296).

Die transnationale Mobilität von Studierenden und Studieninteressierten, die eine qualitativ hochwertige Hochschulausbildung anstreben, wird jüngeren Studien zufolge auch weiter steigen.

Eine Prognose der australischen Agentur idp-Australia sagt für das Jahr 2025 voraus, dass etwa 7,2 Mio. Studierende entweder im Ausland studieren oder einen ausländischen Abschluss in ihrem Heimatland erwerben werden (vgl. Böhm u. a. 2002 und Schaubild 1).

Etwa die Hälfte der Nachfrager internationaler Hochschulbildung werden diese voraussichtlich als nicht-mobile Studierende in ihrem Heimatland absolvieren.

Etwa zwei Drittel der weltweiten Nachfrage nach internationaler Hochschulbildung wird aus lediglich zehn Ländern erwartet (vgl. Schaubild 2).

Die größte Nachfrage wird der australischen Studie zufolge im Jahr 2025 aus Asien, aber auch aus Nordafrika und dem Vorderen Orient kommen.

Als wichtigste Nachfrageländer werden in absteigender Rangfolge genannt:

China, Indien, Malaysia, Korea, Türkei, Marokko, Vietnam, Griechenland, Iran und Indonesien....

Paradigmenwechsel
Die Internationalisierungsdebatte beginnt sich jedoch zu wandeln (vgl. Teichler 2004). Mit Beginn der zweiten Verhandlungsrunde zum GATS scheint sich in Deutschland ein Paradigmenwechsel anzubahnen. Durch die Zugeständnisse der EU bei der Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der privaten Hochschulbildung in der ersten Verhandlungsrunde wurden Fakten geschaffen, denen die „Scientific Community“ zunächst sehr kritisch gegenüber stand. Es ist jedoch erklärter Wille der Politik – und dies findet auch in den Hochschulen zunehmend Akzeptanz -, dass die deutschen Hochschulen fortan im Geschäft mit dem internationalen Handel von Hochschulbildung erfolgreich mitmischen....

In einzelnen Aspekten hat sich der Paradigmenwechsel bereits teilweise vollzogen (von der Betonung Prinzips des Austauschs zum „Import“ von Studierenden und „Export“ von Studienangeboten, vom gegenseitigen akademischen Nutzen zur Betonung des nationalen Mehrwerts, vom Austausch von Wissen und Wissensgenerierung zum Wissenstransfer). Zumindest was Europa und seine politischen und wirtschaftlichen Partner betrifft, existiert derzeit noch ein relativ harmonisches Nebeneinander von Internationalisierung, Europäisierung und Globalisierung der Hochschulen. Dies sich ändern, wenn einige Hochschulen oder Länder aus der noch kooperativen „Scientific Community“ ausbrechen, große „Marktanteile“ gewinnen und Spielregeln diktieren. Dies mag sich auch ändern, wenn ganze, ökonomisch scheinbar uninteressante Regionen von der Kooperations-Agenda verschwinden und es zu einer „globalisation apartheid“ kommt (Moja 2003). Dies könnte eine geopolitische Destabilisierung münden und somit einen ungewollten Nebeneffekt der Konzepterweiterung darstellen. Die Selbstregulierungskräfte des Hochschulsektors und die akademische Kultur der Hochschul- und Wissenschaftsnetzwerke zur Kooperation im Sinne allseitigen Nutzens könnten dazu beitragen, eine Balance zwischen den divergierenden Trends auf dem globalen Bildungsmarkt aufrecht zu erhalten."
Quelle:
[8] Uni Kaiserslautern



Veränderungen im Bildungsbereich: Hochschule, Schule, Weiterbildung, Lehre und Lernen

  1. "Individualisierung von Lehren und Lernen: Für den individuellen Bildungsweg wird Eigenverantwortung vorausgesetzt. Dafür ist ein hoher Informationsstand über Bildungsziele und -angebote notwendig.
  2. Lebenslanges Lernen: Das Berufsleben von morgen wird 40 bis 50 Jahre dauern. Eine stete Weiterbildung ist für das Halten bzw. Anstreben einer beruflichen Position unabdingbar. Veränderung der Lebenswelten/Neue Pädagogik: Vor allem technische Entwicklungen beschleunigen auch die Halbwertszeit von Wissen. eLearning wird in Zukunft die heutige Lern- und Bildungsdynamik vorantreiben, beziehungsweise maßgeblich beschleunigen.
  3. Lernzeitverteilung und Zeitfenster für berufliche Weiterbildung: Der Lernende bestimmt Zeitfenster, Organisation und Ablauf der Bildungsveranstaltung zunehmend selbst. Neue Technologien ermöglichen ein zeit- und raumunabhängiges Lernen – am Arbeitsplatz und auch zu Hause."


Quelle:
[9] WIFI

Monika Herrmann
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