the art of innovation Zukunft Europa:
Liberalisierung der Strommärkte
"Im Zuge der Liberalisierung der Energiemärkte, insbesondere der Strommärkte, innerhalb der
Europäischen Union sehen sich die Energieerzeuger zahlreichen neuen Herausforderungen
gegenübergestellt.
Die Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit ist zu einem elementaren
Unternehmensziel geworden. Die Beschaffungsoptimierung zur Kostenreduzierung umfasst
nun nicht mehr nur die Beschaffung von Primärenergien, die in den eigenen Kraftwerken in
elektrischen Strom umgewandelt werden, sondern auch die Beschaffung von Strom selbst.
Die Möglichkeit des Handels mit Strom führt zu einer Vielfalt an neuen Produkten und
potenziellen Handelspartnern. Dies alles hat eine Steigerung der Komplexität des
Strommarktes zur Folge.
Die Unternehmen tragen dieser Entwicklung Rechnung, indem sie
sogenannte Trading Floors einrichten, deren Mitarbeiter sich vorwiegend der Aufgabe des
Energiehandels widmen. Zu ihrer Unterstützung soll ein Marktinformationssystem
bereitgestellt werden, das allen Mitarbeitern des Handelsbereichs als Datenbank für
Marktdaten zur Verfügung steht.
Auf Grundlage der Marktdaten können Marktanalysen,
statistische Auswertungen und Preisprognosen erstellt werden. Daraus resultiert, dass zu
diesem Zweck heterogene Datenformate in der Datenbank zusammen geführt werden müssen,
die strukturiert oder unstrukturiert aus internen oder externen Quellen, z. B. dem World Wide
Web (WWW), stammen."
Quelle:
[2] Uni Duisburg
Simulation strategischer Handlungsentscheidungen im liberalisierten europäischen Strommarkt
"Die Forschernachwuchsgruppe SPEED (Scientific Pool of Environmental Economic Disciplines) der Universität Oldenburg unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Claudia Kemfert hat ein computerunterstütztes
Modell entwickelt, mit dem strategische Handlungsentscheidungen im liberalisierten europäischen Strommarkt simuliert werden können.
Ziel ist, ein unterstützendes
Entscheidungsinstrument („decision
support tool“) für die jeweiligen europäischen
nationalen Märkte zu entwickeln. In einem Simulationsspiel haben Nutzer die Möglichkeit, durch strategische Entscheidungen,
sei es über die Kosten, technische Veränderungen bei der Erzeugung oder den Zukauf bzw. Verkauf von Kapazitäten, den Markt so zu beeinflussen, dass am Ende eines Spiels Verlierer und Gewinner ausgemacht werden können.
Um eine realitätsnahe Abbildung des europäischen
Strommarktes zu schaffen, sollen die Daten möglichst vieler Energieanbieter in das Projekt integriert werden. Ein (spieltheoretisches)
Modellkonzept für den deutschen Strommarkt hat die bisherigen Entwicklungen
der Jahre 2000 bis 2002 in den Modellsimulationen
schon bestätigt.
Danach wäre auch eine oligopolistische Marktstruktur mit wenigen Stromanbietern und ggf. einem oder zwei Marktführern durchaus eine denkbare Entwicklung."
Quelle:
[2] Uni Oldenburg
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